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Blog - Qualität - Güteklassen und Prädikate online kaufen / bestellen bei Weine.de

von Anja Morbach 30.05.2012 19:04

Grundstufen

Deutscher Tafelwein bezeichnet einen Wein aus deutschem Lesegut und Erzeugnis. Hier gibt es keinerlei Qualitätsvorgaben und folglich keine Prüfung des Weines. Im Vergleich zu Qualitätsweinen kann eine solch niedrige Qualität in größeren Mengen je Hektar geerntet werden. Der Alkoholgehalt liegt zwischen 8,5 und 15%. Man findet diese Weine in Discountern, nicht bei Winzern.
 
Deutsche Landweine bilden die zweite Stufe, sie werden trocken oder halbtrocken ausgebaut und müssen auf dem Etikett das Anbaugebiet zu erkennen geben.

Qualitätsstufen

Die nächste und am Häufigsten vorkommende Stufe sind Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete, ein so genannter Q. b. A. bei dem alle Trauben aus einem der 13 Anbaugebiete Deutschlands stammen müssen. In den einzelnen Anbaugebieten gibt es wiederum verschiedene Rebsorten für die untere Alkoholgrenzen festgelegt sind.

Die höchsten Anforderungen sind an Prädikatsweine gestellt, angefangen mit einem Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eiswein. Die Stufen werden nach dem Oechslegrad im Wein, also dem natürlichen Zuckergehalt, festgelegt. Daraus resultiert auch die oberste Regel, dass diesen Weinen kein Zucker beigesetzt werden darf.

Classic“ und „Selection“ sind Zwischenstufen, die es erst seit dem Jahr 2000 gibt. 
Classic-Weine werden aus gebietstypischen Rebsorten gewonnen. Ein Klassiker der Mosel wäre ein Riesling, ein Klassiker der Ahr ein Spätburgunder.
Selection“ wird oder oft auch nur durch ein "S" hinter der Rebsorte gekennzeichnet. Eine Selektion sind Spitzenweine, für deren Herstellung einzelne Trauben aus dem Weinberg per Hand herausselektiert werden.

Einführung des 3-Stufen-Sytems:

Um die Struktur der Prädikatsweine zu vereinfachen, wurde vom VDP., dem Verband Deutscher Prädikatsweingüter, ein 3-Stufen-System vorgeschlagen, das viele Anhänger auch jenseits des VDP. findet.

Bei diesem Stufensystem werden die Weine in Gutsweine, Ortsweine und Lagenweine unterteilt. Je mehr auf dem Etikett steht, desto höher ist die Qualität. Eine einfache Regel, die sich leicht merken lässt und aus Frankreich bereits bekannt ist.
Ausschließlich bei den restsüßen Weinen werden die herkömmlichen Prädikatsstufen beigehalten, da es auch nur bei den restsüßen Weinen Beerenauslesen, Trockenbeerenauslesen oder Eisweine geben kann.

Das neue System:
Gutswein: Ortswein: Lagenwein:
2011 Grauer Burgunder trocken........................................ 2010 Weißburgunder Tonmergel trocken....... 2009 Riesling Turm trocken 
     
3-stufiges Prädikatsmodell


Welche Qualitätsstufe ist zu welchem Anlass angemessen?

Beim Kauf eines Weines geben die Qualitätsstufen Hinweis darauf, zu welchem Anlass die Weine passen. 

Wird Wein für eine fröhliche Runde mit Freunden auf der Terrasse benötigt, wählt man beispielsweise einen qualitativ niedrigen Gutswein oder Kabinett, in feinherber oder halbtrockener Richtung. Der Wein ist leicht und süffig, hebt die Stimmung und ist bei Frauen und Männern gleichermaßen beliebt. Diese Weine werden meist mit einem Ertrag von über 80 hl/ Hektar geerntet.

Zu einem deftigen Essen empfehlen sich Ortsweine, bzw. eine Spätlese in feinherb bis trocken. Diese Weine werden mit einer geringeren Anzahl an Hektolitern/ Hektar (ca. 60-80 hl/Hektar) geerntet, es ist also mehr konzentrierte Frucht in dem Wein. Dadurch wirkt der Wein vielschichtiger als ein Gutswein. Genau richtig, um bei würzigem Fleisch geschmacklich nicht in den Hintergrund zu geraten und sich nicht aufzudrängen.

Ein Lagenwein oder ein Großes Gewächs wird meist mit unter 45 hl/Hektar geerntet, ist intensiv, filigran und spannend zugleich. Essen würde diesen Weinen in den meisten Fällen seine Vielschichtigkeit nehmen. Diese Weine sind geeignet zum solo trinken oder sehr hochwertigen Speisen.